Facebook führt „Reactions“ ein

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Facebook reactions marketing

Facebook führt „Reactions“ ein

Wie Unternehmen von dieser neuen Funktion profitieren können und welche Folgen entstehen.

Seit nun fast einer Woche hat Facebook die neue Funktion „Reactions“ für alle Facebook Nutzer bereitgestellt. Hiermit können Beiträge nun nicht nur mit einem simplen „Gefällt mir“ versehen werden, sondern auch mit neuen Optionen wie:
Love, Haha, Wow, Sad oder Angry

Seit langer Zeit diskutierte das Web über eine mögliche Einführung einer „Dislike“ Funktion. Mit diesem Update scheint Facebook eine etwas dezentere Umsetzung dieser Idee zu fahren. Jedoch stellt sich die Frage:
Was bringt dieses Update für die Kundenkommunikation zwischen einem Social Media Auftritt eines Unternehmens und seinen Kunden ?

Social Media Marketing: Facebook Update

Wie die anfänglich kurze Zeit seit der Einführung zeigt, werden die neuen Reaktionen noch sehr verhalten von den Nutzern angenommen. Einer der Gründe könnten die noch fehlenden stillen Normen der neuen Ausdrucksmöglichkeit sein.

Die Nutzer fragen sich:

„Wo ist eine der neuen Reaktionen angebracht und was können andere dort hinein interpretieren?“

Da hier noch die benötigten – wir nennen es einmal Präzedenzen – fehlen, könnte noch einige Zeit vergehen, bis die Nutzer diese neue Möglichkeit vollends nutzen.
Nun müssen allerdings auch die Unternehmen während dieses Kennenlernprozess die Ohren/Augen spitzen, um diese kollektiven Normen nicht zu verpassen. Dies wird vor allem für die spätere Auswertung der Reaktionsraten wichtig sein.
Was ist positiv an den neuen Reaktionsmöglichkeiten?

Unternehmen können nun besser segmentiertere Informationen über ihre Beiträge erhalten und diese Reaktionsmöglichkeiten für kleinere Nutzerzufriedenheitsumfragen verwenden. Es bleibt abzuwarten, ob Facebook sein Analysentool den detaillierteren Daten anpassen wird, um beispielsweise eine Art Beliebtheitsskala für einzelne Beiträge sowie die Gesamtheit zu errechnen. Ob Facebook dies vornimmt, oder andere Analysenanbieter dies tun, bleibt abzuwarten. Das dies geschehen wird, könnte man jedoch als sicher prognostizieren. Zudem ist es anfangs für jeden rechnerisch Begabten möglich, sich diese Daten auszuwerten.

Worauf müssen Unternehmen nun aufpassen?

Vor diesem Update waren negative Reaktionen nur über Kommentare möglich, welche von Unternehmen mit einer guten Kundenkommunikation schnell und professionell behandelt werden konnten, da die Nutzer sich über spezifische Dinge auslassen mussten/konnten. Nun sieht das etwas anders aus, da einerseits die Hemmschwelle einer negativen Reaktion bei weitem geringer ist und andererseits weniger Zeit für die negativ reagierende Person bleibt, um beispielsweise „zur Besinnung zu kommen“
Das Problem für einen jeden Seitenbetreiber im Social Media Marketing, ist nun zu interpretieren, warum dies geschieht und was diese Reaktionen zu bedeuten haben. Es ist nun schwerer auf diese Nutzer gezielt mit Kommentaren zu reagieren, um einen möglichen „Shit Storm“ zu vermeiden.

Zusammengeführt ist dieses neue Update nun einerseits ein willkommenes „Fressen“ für jeden „Big Dataner“ und zum anderen eine mit gebührender Vorsicht handzuhabende Möglichkeit der Internetnutzer

zu sagen WAS sie nicht mögen, ohne DASS sie sagen, WAS sie nicht mögen!